FAQ

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Hier finden Sie eine Liste der häufig gestellten Fragen und Antworten.

FAQs zu ROTEM®

Hier finden Sie eine Liste der häufig gestellten Fragen und Antworten.

Worin besteht der Unterschied zwischen der klassischen Thromboelastographie und ROTEM?

Mit der ROTEM®-Technologie werden zahlreiche Einschränkungen der traditionellen Thromboelastographie-Instrumente, insbesondere die Anfälligkeit für Stöße und Erschütterungen, umgangen. Die Gerinnselstabilität wird mit einer innovativen opto-mechanischen Messmethode auf vier Kanälen gleichzeitig gemessen. Die Durchführung ist sehr einfach: Die Bedienung erfolgt über einen intuitiven Touchscreen.

Können ROTEM- Daten exportiert werden?

Das ROTEM®-System wird mit einem leistungsstarken intuitiven Software-Paket und einem ausgefeilten Datenerfassungssystem geliefert. Alle Ergebnisse, einschließlich der Reaktionskurven, werden in der Datenbank gespeichert. Die Daten können mit einem Standarddrucker gedruckt, an das LIS übertragen oder zur Verarbeitung einfach in MS Excel® oder eine andere Software exportiert werden. Des Weiteren können laufende Messungen per Live-Übertragung auf einem anderen Computer angezeigt werden, z. B. im OP.

Welche Vorteile bietet die ROTEM- Analyse gegenüber der klassischen Thromboelastographie oder ähnlichen Methoden?

Die nicht-aktivierte klassische Thromboelastographie mit nativem Blut ist zwar sehr sensitiv, aber zeitaufwändig. Sie erfordert sehr sorgsam kontrollierte präanalytische Bedingungen zur Vermeidung von Artefakten und liefert ohne weitere Differenzierung allgemeine Informationen über die Gerinnung. Mit der ROTEM® -Analyse wird eine anspruchsvolle diagnostische Differenzierungsfähigkeit erreicht. Mit aktivierten Tests sind Ergebnisse schneller verfügbar, und Defekte werden lokalisiert. Gerinnungsfaktormängel können von der Wirkung von Antikoagulantien, Hyperfibrinolyse, Fibrinpolymerisation, schweren Defekten der Plättchenfunktion usw. unterschieden werden. Die Handhabung der Proben ist relativ unkritisch, und es können während und nach dem Eingriff verlässliche Daten erfasst werden. Zudem ist die Handhabung sehr einfach.

Was ist die wirtschaftliche Rechtfertigung für die Einführung neuer Tests?

Peri- und postoperative Blutungen können zu schweren Komplikationen und sehr hohen Kosten für Blutprodukte, Faktorkonzentrate und andere Behandlungen führen. Die Verweildauer auf der Intensivstation und im Krankenhaus wird im Allgemeinen verlängert. Eine spezielle, evidenzbasierte Therapie anstatt der prophylaktischen Verwendung von Blutprodukten erfordert eine korrekte Diagnose: „Durch den Einsatz der TEM-Überwachung vor einer erneuten Untersuchung wurden die Kosten und das Risiko für den Patienten bei einer Koronararterien-Bypass-OP gesenkt.“ Changes in transfusion therapy and re-exploration rate after institution of a blood management program in cardiac surgical patients. Spiess BD et al., J Cardiothorac Vasc. Anesth. 1995 168-73
Das ROTEM®-System ist wesentlich kostengünstiger als andere Vollblutsysteme.

Was kann durch die ROTEM- Analyse potenziell eingespart werden?

  • Faktorkonzentrate, gefrorenes Frischplasma, Kryopräzipitat, Plättchenkonzentrate
  • antifibrinolytische Arzneimittel, andere Arzneimittel
  • OP-Zeit und Zeit des Patienten auf der Intensivstation
  • gesamte Aufenthaltsdauer im Krankenhaus und Erholungszeit

 

Ist die POC-Anwendung des ROTEM- Systems effizient oder sollten die Tests von einem Labor durchgeführt werden?

Dies ist von der Organisation des einzelnen Krankenhauses abhängig. Bei einer Durchlaufzeit von mehr als 30 Minuten können POC-Tests einen klaren Vorteil bieten. Die Ergebnisse sollten zur Unterstützung der therapeutischen Entscheidungen schnell verfügbar sein. Sollte die Probe innerhalb weniger Minuten im Labor ankommen und sofort getestet werden, ist das Labor die richtige Entscheidung. Die laufenden Messungen können per Live-Übertragung auf einem Computer im OP angezeigt werden.

Was für eine Probe sollte vorzugsweise verwendet werden?

Nach Möglichkeit sollte Citratvollblut verwendet werden. Diese Probe wird auch für Gerinnungstests verwendet. Normale Blutproben sind durch Zugabe von Natriumcitrat für mehrere Stunden stabil. Nicht antikoaguliertes Blut ist theoretisch besser geeignet, in der Praxis jedoch sind diese Proben schwer zu standardisieren, und die Qualität der Ergebnisse ist von der Lagerungszeit abhängig. Klinische Proben können insbesondere während einer OP oder von Patienten mit disseminierter intravasaler Koagulopathie weniger stabil sein und sollten daher schnell analysiert werden. Bei Zugabe des geeigneten Aktivators können in der Forschung auch andere Proben wie Plasma oder auch gerinnungsfähige Plasma-Fraktionen, wie Fibrinogen-Lösungen (z. B. Fibrinkleber), verwendet werden.

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