Patient Blood Management

Der Stellenwert von ROTEM®

ROTEM®-Diagnostik: Ein wichtiger Eckstein im PBM-Konzept.

Blut ist die kostbarste Flüssigkeit der Welt

  • Es transportiert Sauerstoff, Nährstoffe, verbindet unsere Organe und hält uns somit am Leben.
  • Blutspender schenken ihr Blut anderen und ermöglichen damit die Rettung Schwerverletzter und die Durchführung großer Operationen.
  • Inzwischen ist jedoch aus zahlreichen großen multizentrischen Studien bekannt, dass die überflüssige Gabe von Fremdblutkonserven auch Ursache einer erhöhten Sterblichkeit, einer höheren Komplikationsrate (z. B. Lungen- und Nierenversagen) und einem erhöhten Risiko für nasokomiale Infektionen (z. B. Sepsis) assoziiert ist.
  • Blut sollte daher als Medikament mit klarer Indikation und relevantem Nebenwirkungsspektrum angesehen werden.
  • Vor dem Hintergrund der aktuellen demographischen Entwicklung zeichnen sich heute bereits erhebliche Engpässe bei der Versorgung mit Blutkonserven ab, die – bei wachsendem Bedarf und stetig steigenden Operationszahlen – aus der zukünftig zu erwartenden kontinuierlichen Abnahme geeigneter Blutspender resultiert.
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Was ist Patient Blood Management

Erklärvideo der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie des Universitätsklinikums Frankfurt.

Das Patient Blood Management (PBM) verbessert das Patienten Outcome durch die Anwendung von medizinischen- und chirurgischen Konzepten, mit denen nachgewiesenermaßen das patienteneigene Blut optimiert und konserviert werden kann. Als Konsequenz eines verbesserten Managements benötigen die Patienten meist weniger Fremdblut-Transfusionen und vermeiden somit auch die mit Transfusionen verbundenen Komplikationen. Ein multidisziplinäres Team legt gemeinsam mit den Patienten den spezifischen Management-Plan mit folgenden Zielen fest:

  • Optimierung des eigenen Blutvolumens der Patienten
  • Minimierung von Blutverlusten
  • Optimierung der physiologischen Anämietoleranz der Patienten.

Der Stellenwert von PBM

Das Patient Blood Management-Konzept wurde 2010 von der World Health Assembly, dem höchsten Entscheidungsgremium der WHO, als wichtiges Prinzip zur Verbesserung der Patientensicherheit herausgestellt und alle WHO-Mitgliedsstaaten wurden dementsprechend in der WHA 63.12 dazu aufgefordert, dieses Konzept zeitnah zu implementieren.

Die drei Säulen des Patient Blood Management (PBM)
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Das Patient Blood Management wurde ursprünglich für elektive Operationen eingeführt. Einige der vorgeschlagenen PBM Konzepte können ganz allgemein bei der prä-, intra- und post-operativen Versorgung von Chirurgischen-Patienten in Betracht gezogen werden, obwohl hervorgehoben werden sollte, dass viele solcher Konzepte nicht auf operative Fälle limitiert sind, sondern für alle Patienten, die dem Risiko einer Transfusion ausgesetzt sind, angewendet werden können.

Konzepte, die für PBM genutzt werden, drehen sich normalerweise um drei Säulen des PBM:

  • Optimierung der roten Blutzellmasse (z. B. Anämiebehandlung vor der Operation)
  • Minimierung von Blutverlusten und Blutungen (z. B. durch die Überwachung von Hämostase und Blutungsmanagement mit POCT während und nach der Operation)
  • Nutzung und Optimierung physiologischer Reserven bei der Anämie (z. B. durch Erhöhung der Anämietoleranz)

Die Schlüsselrolle von patientennaher Diagnostik mit ROTEM® innerhalb von PBM

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Für Literaturhinweise siehe Produktfolder ROTEM® delta und ROTEM® platelet.

Die POC Diagnostik (ROTEM®) stellt einen zentralen Faktor in der 2. Säule des Patient-Blood-Managements dar.

Durch die ROTEM®-basierte Point-of-care (POC) Diagnostik kann die Ursache intraoperativ und postoperative auftretender Blutungen

  • korrekt und zeitnah diagnostiziert,
  • zielgerichtet therapiert und Massivblutungen und hämorrhagische Schocks vermieden werden.

Dadurch kann das Transfusionsmanagement optimiert und transfusions-bedingte Nebenwirkungen und Komplikationen vermieden werden.

Mehrere Studien haben gezeigt, dass ROTEM®-basierte POC-Diagnostik zzu einer Reduktion des Transfusionsbedarfs, einem kürzeren Intensivstations- und Krankenhausaufenthalt sowie zu einer verbesserten Patientenversorgung und einer Reduktion der Krankenhauskosten.

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