Impedanz Aggregometrie

ROTEM® platelet

Impedanz Aggregometrie

Die Impedanz Aggregometrie ist ein diagnostisches Verfahren, mit dem die Thrombozytenfunktion im Vollblut untersucht wird. Unter Einfluß des von Willebrand Faktors (vWF) am Ort der Verletzung haften die Thrombozyten am freigesetzten Kollagen (= Adhäsion). Dies führt zur Aktivierung weiterer Thrombozyten. Fibrinogen spielt bei der Aggregation der Thrombozyten eine Schlüsselrolle.

Das ROTEM® platelet Modul wird auf dem ROTEM® delta System eingesetzt. Die Messungen für die Thromboelastometrie sowie für die Thrombozytenfunktion können simultan durchgeführt werden.

Kolde_haemostasis_pngkleiner

nach Kolde, Haemostasis, 2nd edition 2004

Messprinzip

Die Vollblutprobe wird in eine Messküvette gefüllt, in der sich zwei Elektroden befinden. Das Ergebnis der Messung wird über die drei Parameter A6 (Amplitude nach 6 Minuten), AUC (area under the curve) und MS (maximale Steigung) dargestellt.

150µl Diluent + 150µl Vollblut

20µl Diluent zur Auflösung des lyophilisierten Reagenzes

12µl Reagenz im Testansatz

  • Der Widerstand zwischen den Elektroden wird gemessen.
  • Nach der Zugabe des Reagenz werden die Thrombozyten aktiviert.
  • Innerhalb der nächsten Minuten aggregieren die Thrombozyten zunehmend an den Elektroden.
  • Der gemessenen Widerstand zwischen den Elektroden wird dadurch erhöht, und als Messkurve grafisch dargestellt.

Mittels der ROTEM® platelet Differentialanalyse mit den Testen ADPTEM, TRAPTEM und ARATEM kann der Grund für eine verminderte Thrombozytenaggregation ermittelt werden. Die Ergebnisse sind schnell verfügbar, und somit wird zwischen chirurgischen Blutungen und Thrombozytenfunktionsstörungen unterschieden und eine Überwachung der Thrombozytentherapie ermöglicht.

platelet-measuring-principle_DE
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